Einkommensteuererklärung, die unterschätzte Geldquelle

Haben Sie zu viel Geld, oder etwas zu verschenken? Sicher nicht! Warum verschenken viele dennoch bares Geld? Warum wird es achtlos Vater Staat überlassen? Eine einfache Einkommensteuererklärung lohnt oftmals!

Was Sie vom Staat zurückbekommen können

Zumindest alle, bei denen Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag (sogenannter Soli.) von Ihrem Arbeitsentgelt (Gehalt, Lohn) vom Arbeitgeber abgeführt wurde, können sich einen Teil davon, manch einer sogar alles, vom Staat wiederholen. Schauen Sie doch einfach einmal auf Ihr Lohnjournal, also die monatliche Lohnabrechnung Ihres Arbeitgebers, oder den Ausdruck der Lohnsteuerbescheinigung, den Sie ebenfalls vom Arbeitgeber, allerdings meist erst zum Anfang des Folgejahres erhalten. Dort finden Sie jeweils die Zusammenfassung Ihrer aufsummierten Jahres-Lohneinkünfte, sowie die einbehaltenen Steuern (Lohnsteuer, Soli. und ggf. Kirchensteuer) und Sozialversicherungsabgaben. Hatten Sie in einem Jahr mehrere Arbeitgeber, zählen entsprechend die Gesamtsummen. Mehr Lohnsteuer und Soli. als bei Ihnen „einbehalten“ wurde, können Sie tatsächlich nicht vom Finanzamt wiederbekommen, aber zumindest einen Teil oder vielleicht den gesamten Betrag, der an das Finanzamt abgeführt wurde. Es hängt also von der dort vermerkten Summe ab, ob sich der Aufwand für Sie lohnt.

Was man absetzen kann

Da hört man oft, „ich habe doch nichts abzusetzen“. Das mag sein, dennoch kein Grund alles dem Staat zu überlassen, denn es gibt für einige Bereiche sogenannte Pauschalbeträge die vom Finanzamt anerkannt werden. Dazu sind im Internet zahlreiche Tipps zu finden, die weiterhelfen. Natürlich können Sie die, für eine Rückerstattung notwendige, sogenannte Einkommensteuererklärung auch einfach von einem Steuerberater machen lassen, jedoch kostet das natürlich eine Gebühr. Kostenfrei bekommen Sie übrigens direkt beim Finanzamt Antworten auf Ihre Fragen. Die Mitarbeiter geben dort zwar offiziell keine Tipps zum Steuersparen, jedoch beantworten Sie Ihre Fragen dazu, was und wieviel anerkannt wird.

Kleiner Aufwand der für viele lohnt

Ich kenne einige, die den „kleinen“ Aufwand, die Einkommensteuererklärung zu machen, scheuen. Ich kann nur jedem, der nennenswert Steuer gezahlt hat, raten sich die Zeit für die Einkommensteuererklärung zu nehmen. Sie werden sehen, es lohnt sich. Und wenn Sie es einmal gemacht haben, ist es die Folgejahre ganz einfach…

nach Anzeige weiterlesenAnzeige

Die Frist

Beachten Sie bitte die Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung, denn diese kann sogar bis zu 4 Jahre nach Ablauf des betreffenden Steuerjahres rückwirkend abgegeben werden. Also nichts wie ran ans Geld…

Großzügige Zinsen

Für die Ihnen zustehenden Erstattungsbeträge der noch nicht gemachten Einkommensteuererklärungen zahlt der Staat Ihnen, ab 15 Monate (Ausnahme Landwirte: 23 Monate) nach Ablauf des Kalenderjahres in dem die Steuer entstanden ist, gem. §233AO (Abgabenordnung) sogar großzügige 6 % Zinsen pro Jahr (0,5% Zinsen pro Monat). Nachdem Sie die Einkommensteuererklärung abgegeben haben endet der Zinszeitraum mit Datum des Einkommensteuer-Bescheids (Wirksamkeit der Steuerfestsetzung) den Sie vom Finanzamt erhalten. Nur nicht zu lange warten, denn nach oben genannter Frist verfallen Ihre Ansprüche!

So wird's gemacht

Ihre Einkommensteuererklärung können Sie übrigens relativ unkompliziert online auf Elster.de erledigen. Wer den kleinen Aufwand scheut kann auch einen Steuerberater beauftragen, das kostet natürlich je nach Aufwand und z.B. Einkommen eine entsprechende Gebühr.


Nächstes Kapitel