Radler unter Strom – Zuschuss vom Staat

E-Bikes und Lastenräder mit staatlichem Zuschuss

Ich erinnere mich noch gut daran, wie vor Jahren auf die ersten Elektro-Fahrräder, oder wie man heute sagt E-Bikes, reagiert wurde. Gern wurden Fahrer dieser modernen Drahtesel, wie sie ganz früher einmal hießen, eiskalt belächelt. Mussten die stolzen Besitzer sich noch Sprüche anhören wie „Du bist wohl zu faul zum Strampeln?“ oder „warum fährst Du dann überhaupt Fahrrad?“. Auch in die Kategorie „Frührentner“ wurden die E-Biker schnell gesteckt, wohl mehr um sie ein bissl zu ärgern. Diese Zeiten haben sich geändert, die Technik der E-Bikes hat sich deutlich weiterentwickelt und man betrachtet bereitwillig die Vorteile die nicht von der Hand zu weisen sind.

Wie hat sich der E-Bike-Markt entwickelt

Hätte damals wahrscheinlich noch kaum einer gedacht, dass sich diese Art der Fahrräder einmal durchsetzen könnte. Vor allem wenn man die hohen Preise sah. Schaut man sich die Verkaufszahlen in Deutschland an, so wurden bereits im Jahr 2014 über 17% mehr E-Bikes verkauft, als die 410.000 Stück aus 2013. 2015 wurde gegenüber 2014 eine weitere Zunahme von 11,5% auf 535.000 Stück verzeichnet. Die Zahlen zogen 2016 mit +13,1% und vor allem 2017 mit einer weiteren Steigerung von sogar +19% auf 720.000 E-Bikes deutlich an. Insgesamt ergab sich für 2017 gegenüber 2013 eine Zunahme von 75,6%. Man sieht also, dass sich dieses Fahrradsegment zunehmender Beliebtheit erfreut.

Quelle: iwd.de

Die größte Steigerung beim Fahrradabsatz erzielten damit die E-Bikes, die mittlerweile immerhin 20% der in Deutschland verkauften Fahrräder ausmachen. Hier hat die deutsche Fahrradindustrie allerdings deutlichen Nachholbedarf, denn aktuell stammen die meisten hier verkauften E-Bikes aus ausländischer Produktion.

Welche Tendenz zeichnet sich beim Fahrradmarkt ab?

Fahrrad fahren wird immer beliebter. Sei es um der eigenen Gesundheit einen Gefallen zu tun, die Umwelt mit weniger Abgasen zu belasten, Geld zu sparen oder einfach weil man mit einem Fahrrad oftmals auch schneller durch die heutzutage überfüllten Innenstädte kommt, als mit dem Auto. Die Deutschen gaben nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) mit 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2017 so viel für Fahrräder aus, wie nie zuvor. Gegenüber 2016 war dies eine Steigerung um 3,2%. Für die Zukunft sagt der ZIV eine deutliche Zunahme des Marktanteiles der E-Bikes voraus.

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Stellenwert der Radler in der Öffentlichkeit

Auch der Stellenwert der pedalbetriebenen Zweiräder in der Öffentlichkeit hat sich deutlich verbessert. Das sieht man unter anderem daran, dass viele Städte in aktuellen Verkehrskonzepten den Radlern immer mehr Prioritäten einräumen. Neben gut ausgebauten Radwegnetzen, mit teilweise extra Abbiegespuren für Radfahrer, werden immer mehr neue Konzepte umgesetzt.

So wurde beispielsweise in Göttingen ein eRadschnellweg gebaut, der unter Göttingern auch Fahrradautobahn genannt wird. Dieser wurde auf einer Hauptpendelstrecke der Radler zwischen Uni und Innenstadt eingerichtet und soll den Radlern einen gewissen Vorrang und mehr Sicherheit gewähren. Das „e“ vor dem Radschnellweg zeigt hierbei, dass dieses Konzept besonders den immer weiter verbreiteten Elektrofahrrädern, mit ihren höheren Geschwindigkeiten, Rechnung trägt.

eRadschnellweg Göttingen mit Fahrradzähler (253.655 Räder 01.01. bis 09.05.2018), Blick Richtung Bahnhof

Das Bild zeigt hier eine der Zählstellen, mit der die Anzahl der Radfahrer informationshalber erfasst und auch angezeigt wird. Gut zu erkennen ist die großzügige Breite des eRadschnellweges, der die Wichtigkeit der Infrastruktur für Fahrräder und E-Bikes in Innenstädten unterstreicht. In Kreuzungsbereichen wird diese Fahrbahn zudem deutlich blau markiert hervorgehoben. Eine zweite Zählstelle in der Nähe des Universitätsklinikums, also am anderen Ende des eRadschnellweges, zeigte zum gleichen Zeitpunkt 345.096 Biker für die dortige Strecke und den selben Zeitraum an. Göttingen wird die Strecke auf andere Gebiete, auch in stadtnahe Vororte als schnelle Verbindung weiter ausdehnen. Damit soll u.a. der Straßenverkehr deutlich entlastet werden.

Diese E-Bikes machen das Rennen

Die nachfolgende Grafik zeigt, dass unter den elektrisch angetriebenen Fahrrädern bezüglich der Verkaufszahlen des Jahrs 2017 Cityräder mit 38,5%, und Trekkingräder (35,5%) fast gleichauf liegen. Diese teilten sich also 74% des Marktes. Mit 21,5% Marktanteil folgen die Mountainbikes.

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E-Lastenräder bilden mit 3% eine besondere Gruppe, da es für diese seit kurzer Zeit sogar unter bestimmten Voraussetzungen staatliche Förderungen gibt, dazu gleich mehr…

Nur 1% der E-Bikes fällt übrigens unter die besondere Kategorie der versicherungspflichtigen, schnellen E-Bikes. Diese dürfen sogar bis zu 45 km/h schnell fahren und überholen damit die bis 25 km/h schnellen, versicherungsfreien Räder deutlich. Allerdings müssen diese Turboversionen auf die öffentliche Straße und dürfen nicht mehr den Radweg benutzen. Bei den schnellen E-Bikes gilt nicht nur die Versicherungspflicht, sondern auch eine Helmpflicht. Aber auch bei den langsameren Rädern wird das Tragen eines Helmes natürlich dringend empfohlen.

Quelle: iwd.de

Staatliche Förderung für Lastenräder

Dieser Punkt passt besonders gut zu finanz.management, denn jetzt geht es um unsere Leidenschaft, nämlich Geld zu sparen. Dazu eignet sich das Fahrrad gegenüber dem Auto natürlich grundsätzlich, aber bei den „Lasteneseln“ unter den Fahrrädern mit Elektromotor gibt es eine Besonderheit für Sparfüchse.

Lastenesel, frühe technische Ausführung – heute als sog. Lastenrad mit elektrischem Antrieb erhältlich ;)

Bei dieser Kategorie, der sogenannten Lastenräder oder auch Lastenpedelecs, kann man sich nämlich bei gewerblicher Nutzung einen ordentlichen Zuschuss vom Staat holen. Das gilt für E-Lastenfahrräder und Lastenanhänger mit elektrischer Antriebsunterstützung für den fahrradgebundenen Lastenverkehr. Gefördert wird immerhin bis zu einer Höhe von 30% und maximal 2.500€ je Bike. Nähere Informationen findest Du beispielsweise hier auf der Seite der Bundesregierung. Kommt diese Förderung für Dich nicht in Frage, lohnt auf alle Fälle eine Nachfrage bei Deiner Kommune. Denn je nach Kommune gibt es vielleicht auch hier Förderprogramme mit ordentlichen Zuschüssen, teilweise sogar für privat genutzte E-Räder. Fragen kostet bekanntlich nichts…

Hast Du Dich für Dein neues Wunsch-E-Bike entschieden und gegebenenfalls die Fördermöglichkeiten geklärt, kommt vielleicht noch die Frage auf, wie dieser ja auch nicht gerade billige Wunsch finanziert werden kann. Dazu gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Eine besonders einfache und günstige bietet Auxmoney, die Du direkt online und unkompliziert ohne Papierkrieg anfragen kannst. Dann bekommst Du ruck zuck eine Entscheidung und kannst schnell mit Deinem E-Bike an anderen vorbei radeln. Also klicke einfach unverbindlich auf den folgenden Banner...

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Fazit

Dass E-Bikes sich wachsender Beliebtheit erfreuen, ist deutlich am Markttrend zu erkennen. Mittlerweile in unterschiedlichsten Kategorien von einigen Herstellern zu erhalten, eignen sich diese für eine Vielzahl von Einsatzgebieten. Sicherlich werden E-Bikes von vielen auch für den täglichen Weg zur Arbeit genutzt, da man eben doch nicht so verschwitzt das Büro erreicht und auch weitere Strecken für jedermann damit leicht gefahren werden können, als dies früher mit rein muskelbetriebenen Fahrrädern der Fall war. Preislich ist diese Technik sicherlich auch kein Schnäppchen, jedoch kostet ein vernünftiges herkömmliches Fahrrad ja auch eine Menge Geld, so dass der Unterschied bei guter Qualität sicherlich nicht so extrem ausfällt. Richtig genutzt kann ein E-Bike sogar beim Geld sparen helfen, schafft doch manch einer beispielsweise den Weg zur Arbeit entspannt damit, der früher statt des Trampelrades lieber das Auto nahm…