Outlet-Center, -Stores und Fabrikverkauf – Schnäppchenparadies

Outlets – Marken-Store bis Mega-Center

Passend zu einem Ziel von finanz.management, Euch einfache Möglichkeiten aufzuzeigen um viel Geld zu sparen, findet man über ganz Deutschland verteilt zahlreiche Gelegenheiten in sogenannten Outlet-Centern oder Outlet-Stores auf Schnäppchenjagd zu gehen.

Der geübte Schnäppchenjäger hat sicher schon festgestellt, dass besonders bei den exklusiven Edelherstellern im Internet kein besonders gutes Angebot zu finden ist. Und genau bei diesen hochpreisigen Marken lohnt oftmals der gezielte Gang in genannte Einkaufsparadiese. Dort werden neben den Standardsortimenten der Nobelhersteller viele Produkte mit teilweise hohen Rabatten verkauft. Und das nicht nur saisonal zum üblichen Sommer- bzw. Winter-Schlussverkauf sondern das ganze Jahr über mit beworbenen Nachlässen von 30-70% auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) der Hersteller. Darunter finden sich oftmals beim Kollektionswechsel tolle Produkte der letzten Saison, Bestände aus Überproduktion oder geprüfte Rückläufer. Allesamt qualitativ so hochwertig wie das Standardsortiment, denn kein Hersteller möchte sein Gesicht durch schlechte Ware verlieren. Auch kann man mit etwas Glück Ware der 2. Wahl oder mit kleinen Mängeln zu Schnäppchenpreisen bekommen. Oftmals sieht man diese kleinen Fehler noch nicht einmal und spart eine Menge Geld. Man sollte sich jedoch angesichts der lockenden Rabatte und dem dadurch geweckten Jagdtrieb sowie dem „jetzt bin ich extra hergefahren Gefühl“ nicht dazu hinreißen lassen, um jeden Preis die Taschen füllen zu wollen. Auch sind nicht alle Produkte reduziert! Trotz toll klingender Prozente, gegenüber der UVP, sollte man die Preise genau ansehen und mit dem Markt vergleichen. Auch hin und wieder zu überlegen, was man tatsächlich braucht, ist sicherlich ratsam.

Outlets als Center-Variante

Die Zeiten der Ramschläden mit Billigimage sind hier längst vorbei. Heutzutage betritt man bei riesigen Outlet-Centern eine eigene Shopping-Erlebnis-Welt mit meist eigens dafür geschaffenen Outlet-Städten. Diese versetzen Ihre Besucher schon alleine durch ihre ausgefeilte Architektur in eine träumerische Scheinwelt. Dieser Scheinwelt kauft die eigene Phantasie schnell ab zum Shoppen im Kurzurlaub gelandet zu sein. Mit dutzenden exklusiv gestylten Läden bekannter Edelmarken und einem Rundum-Programm vom schön eingerichteten Kaffee über schicke Restaurants und natürlich auch den typischen amerikanischen Fastfoodketten laden diese Shoppingmeilen zum Verbringen des ganzen Tages ein. Schließlich soll kein Kunde hungrig shoppen müssen oder schlimmstenfalls die Shoppingwelt verlassen, weil er wo anders essen geht.

Shopping-Erlebnis im Outlet-Center – Zwischenstärkung mit Kaffee und Kuchen

Hier soll Shopping zum Vergnügen werden, das die Besucher möglichst lange im Reich der Angebote hält. In angenehmer Atmosphäre soll der Jagdinstinkt des Käufers nach Schnäppchen geweckt und angeheizt werden.

Beispiele für Outlet-Center

Es gibt einige bekannte Outlet-Center, von denen ich folgende kurz umreißen möchte. Alle detailliert aufzuführen würde den Rahmen dieses Blogposts sicher sprengen. Gerne könnt Ihr natürlich Eure eigenen Erfahrungen zu dem Thema oder auch weitere nennenswerte Center in den Kommentaren unter den Blogpost posten.

Von Outletcity Metzingen haben die meisten sicher schon gehört, immerhin ist dies wohl das bekannteste Outlet-Center Deutschlands.

Outletcity Metzingen – Exclusive Shopping Experience

Im schwäbischen Metzingen haben sich unter den über 80 Premium- und Luxusmarken die namenhaftesten der Top-Designer wie Armani, Gucci, JOOP! oder beispielsweise Prada angesiedelt. Seit kurzem wurde das Angebot zusätzlich durch Flagship Outlets von Bottega Veneta, Dolce & Gabbana und Furla erweitert. Neben Designer-Kleidung bekommt man aber auch ein breites Programm vom Parfüm über Uhren, Sonnenbrillen, Reise-Accessoires sowie Dinge für Küchen oder einfach leckere Schleckereien für zwischendurch. Zusätzlich machen zahlreiche Events einen Besuch in der Outletcity Metzingen das ganze Jahr über zu einem einzigartigen Shoppingerlebnis.

Outletcity Metzingen – Neue Flagship Outlets von Dolce & Gabbana und einigen mehr

Für Internationale Gäste gibt es übrigens einen INTERNATIONAL SERVICE POINT mit Informationen über die Outletcity. Kunden aus dem Nicht-EU-Ausland erhalten als praktischen Service direkt vor Ort bei der ReiseBank eine sofortige Tax Free Rückerstattung der Mehrwertsteuer.

Zu finden ist die Outletcity Metzingen über das Navi-Ziel Reutlinger Straße 63 in 72555 Metzingen. Die vorhandenen 3500 Parkplätze sind nicht nur praktisch, sondern lassen die Größe und Bedeutung des Centers erahnen.

Das größte Factory-Outlet-Center Deutschlands mit einer Gesamtverkaufsfläche von ca. 29.000 m² ist das Zweibrücken Fashion Outlet, das Ihr am Londoner Bogen 10-90 in 66482 Zweibrücken findet. Dieses bietet, mit über 120 Shops die mehr als 130 Premium-Marken mit trendigen Fashion- und Lifestyle-Produkten anbieten, die größte Markenauswahl die man im Outlet-Bereich findet.

Das bayerische Luxus Outlet Shopping Village Ingolstadt bietet an der Otto-Hahn-Straße 1 in 85055 Ingolstadt ein vergleichbar großes Marken-Angebot wie das Outlet Wertheim Village am Almosenberg in 97877 Wertheim mit jeweils mehr als 120 Marken.

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Der Ochtum Park Bremen bietet auf über 20.000 m² Verkaufsfläche eine vielfältige Markenauswahl von rund 45 Anbietern. Darunter sind namenhafte Kleidungs-Marken wie Adidas, Levi's, Nike, Puma, Tommy Hilfiger, Wellensteyn, aber auch Marken wie Lindt, WMF, Samsonite sowie viele weitere vertreten. Das Outlet-Center befindet sich direkt an der A1 Ausfahrt Bremen/Brinkum in der Bremer Straße 107 in 28816 Stuhr und empfängt Euch mit 2400 Parkplätzen.

Wer nach einem wirklich außergewöhnlichen Outlet-Center sucht, wird in Bad Münstereifel fündig. Denn dort ist das City Outlet Bad Münstereifel. Der Name ist übrigens Programm, denn es wurde die gesamte erlahmte Altstadt durch zahlreiche (um die 60) Fabrikverkaufs-Shops erfolgreich wiederbelebt. Man kauft hier also in einer echten historisch gewachsenen Stadt gemütlich seine Schnäppchen ein und genau dieses ist einmalig in diesem Segment.

Berlin, Berlin – Wer dem Trubel der Großstadt und den Touripreisen von Ku'damm, Friedrichstraße und Co. entkommen möchte, der findet rund eine halbe Stunde vor den Toren der Stadt das Designer Outlet Berlin unter der Adresse Alter Spandauer Weg 1 in 14641 Wustermark. Hier wird man von über 80 namenhaften Herstellern erwartet und kann entspannt auf Schnäppchenjagd gehen.

Das Designer Outlet Neumünster belebt ebenso den Schnäppchenmarkt, wie die Designer Outlets Wolfsburg mit fast 80 Marken an beiden Standorten.

Mit über 100 Marken ist auch das Designer Outlet Ochtrup in Nordrhein-Westfalen eine Reise wert.

Das Outlet Center Radolfzell am Bodensee bietet mit über 45 Anbietern ein etwas kleineres aber feines Angebot, ist aber ohne Zweifel das am schönsten gelegene Outlet Deutschlands.

Mit den genannten Outlet-Centern möchte ich die Vielseitigkeit dieser Shoppingwelt aufzeigen. Man sieht schnell, dass es an vielen Orten diese günstigen Shopping-Möglichkeiten gibt. Meist liegen diese bewusst sehr verkehrsgünstig, so dass der eine oder andere sicher einmal bei der Durchreise einen Zwischenstopp einlegen kann um ein paar Schnäppchen mitzunehmen.

Für alle, denen der Weg zu lang ist, lohnt vielleicht auch einfach der Besuch der Onlineshops der Betreiber, die Ihr unter den angegebenen Links ebenfalls erreichen könnt.

Outlets als Store

Außer den beschriebenen großen Outlet-Centern, die meist abseits der Städte angesiedelt sind, gibt es noch viele Outlet-Stores die sich dagegen im Allgemeinen wie normale Geschäfte innerhalb der bewohnten Innenstädte befinden. Diese sind zumeist herstellergebunden und vertreiben daher auch nur Ihr eigenes Label. Es handelt sich quasi um einen Fabrikverkauf, der allerdings nicht direkt am Produktionsstandort stattfindet. Wie beim klassischen Fabrikverkauf sollen auch hier vor allem – aber nicht ausschließlich – 2. Wahl-Ware (B-Ware), Rückläufer sowie Restbestände verkauft werden. Ein großer Vorteil für den Hersteller ist nicht nur der Abverkauf der sonst schwer zu vermarktenden Artikel, sondern – sofern er das Geschäft selbst betreibt – auch die bessere Marge durch den Wegfall des Zwischenhandels.

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Fabrikverkäufe als Schnäppchenmekka

Die klassische Variante der Direktvermarktung, lange bevor man das Wort Outlet kannte, ist der Fabrikverkauf. Dieser findet, wie der Name schon sagt, im räumlichen Umfeld der Fabrik statt und wird von den Herstellern in Eigenregie betrieben. Daher unterlagen die genutzten Verkaufsräume meist einem gewissen naturbelassenen und nüchternen Charme des sogenannten Industriedesigns. Sprich, hier wurde meist nicht viel Wert auf gestylte Verkaufsräume mit Wohlfühlatmosphäre gelegt, sondern der Charme von „hier ist es billig“ versprüht. Und das passt ja auch zu den Produkten. Denn hier wollten Hersteller ursprünglich ihre Vorführ- und Restposten, Ware mit leichten Mängeln und Ausschuss sowie Modelle und Kollektionen die nicht mehr aktuell sind, aber auch Warenrückläufer verkaufen. Also eigentlich alles, das so nicht mehr über den normalen Handel verkauft werden kann und sonst teuer entsorgt werden müsste. Durch dieses besondere Produktprogramm weiß der Kunde allerdings auch vorher nicht, was für Produkte derzeit beim Fabrikverkauf zu bekommen sind und ob beispielsweise bei Kleidung sein Wunschmodell in seiner Größe überhaupt verfügbar ist. Findet man allerdings was man sucht, ist ein guter Preis sicher. Heutzutage werden über diesen Vertriebsweg oftmals auch die gleichen Produkte angeboten, die man auch im Handel bekommt. Die Hersteller sparen sich gerne den Zwischenhandel, können dem Kunden bessere Preise machen und haben zudem eine bessere Marge. So habe ich beispielsweise beim Matratzenkauf erlebt, dass man beim Fabrikverkauf sogar Ware in seiner Wunschkonfiguration bestellen kann, die extra angefertigt wird. Also nichts mit Restposten und trotzdem weit günstiger als dieselbe Matratze im Fachhandel. Teilweise finden diese Fabrikverkäufe auch nur an bestimmten Tagen zu definierten Zeiten statt, also ist vorher informieren angesagt. Über das Thema Fabrikverkauf wurden übrigens schon ganze Bücher mit Listen von Anbietern geschrieben.