In Großstädten steigen die Mieten unaufhaltsam

Mieten in Großstädten werden immer teurer

Wer die letzten Jahre nach einer Mietwohnung suchte, kennt vor allem in deutschen Großstädten, die stark gestiegenen Mietpreisforderungen. Als teuerste Großstadt Deutschlands gilt seit Jahren München, das wird auch durch die dargestellte Statistik verdeutlicht.

Quelle: statista

Die Infografik zeigt für Mietwohnungen von 80 bis 100m² Größe für München einen starken Preisanstieg im Vergleich der Jahre 2011 zu 2017. Hier werden im Durchschnitt 5.640€ mehr Jahres-Nettokaltmiete verlangt, als sechs Jahre zuvor, also eine satte Steigerung von 470€ pro Monat. Das entspricht einer Mietpreissteigerung von +43,5%. Die größte Preissteigerung wurde für Berlin ermittelt. Dort stiegen im gleichen Zeitraum die Preise von 6.840€ auf 11.520€, also +68,4%. Allerdings sind selbst die gestiegenen Mietpreise in Berlin 2017 immer noch günstiger, als die Vergleichsmieten in München bereits 2011 gekostet haben. In Berlin konnte man in der Tat einmal sehr günstig zur Miete wohnen.

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Die Statistik zeigt beispielsweise auch, dass die Jahres-Nettokaltmiete in München (18.600€/Jahr) im Jahr 2017 mit +106% mehr als doppelt so hoch ist, wie die vergleichbare in Hannover mit 9.000€ im selben Jahr. Es gibt also extreme Unterschiede innerhalb der Mietpreise der dargestellten Großstädte.

Diese Mietpreisentwicklung ist neben der äußerst günstigen Bauzinsphase einer der Hauptgründe für die derzeit extrem boomende Bauwirtschaft, da oftmals eine Baufinanzierung für ein Eigenheim günstiger ist, als eine Immobilie zu mieten.

Wie werden sich die Mietpreise entwickeln?

In diesem Punkt sind sich wohl die meisten einig, dass die Preise im Jahr 2018 weiter steigen werden. Denn aus heutiger Sicht wird es weiterhin, nicht zuletzt auf Grund der von Bundeskanzlerin Angela Merkel unüberlegt initiierten starken Zuwanderung, ein starkes Bevölkerungswachstum geben. Dies führt zwangsläufig zu einer anhaltend starken Nachfrage, die zumindest in den Metropolen Deutschlands auf ein zu geringes Wohnungsangebot trifft. Es werden zwar fortlaufend viele neue Wohnungen gebaut, jedoch decken diese bislang und auf absehbare Zeit nicht den wachsenden Bedarf. Dies gilt besonders für Deutschlands Groß- und Universitätsstädte, denn der seit längerem bestehende Trend zum Wohnen in Ballungszentren hält nach wie vor an. Auch die zahlreichen neuen Zuwanderer wollen lieber in einer angesagten In-Metropole mit großem Angebot für Freizeit, Bildung und Beruf leben, als im Vorort von Hintertupfingen.

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So kommt es, dass in Deutschland, offiziellen Schätzungen nach, um die zwei Millionen Wohnungen leer stehen, nur eben leider nicht am richtigen Ort. Dass in diesen nachfrageschwachen Regionen mit viel Leerstand von Wohnungen keine guten Mietpreise erzielt werden und man – wenn man es denn möchte – günstig zur Miete wohnen kann, erklärt sich von selbst..