Firmenwagen – Pro und Contra

Endlich ein Firmenwagen – Vorteile für beide Seiten!

Du möchtest gern mehr Geld zur Verfügung haben, aber Dein Chef möchte oder kann Dir nicht mehr zahlen? Und das, obwohl Du schon alle Tipps und Tricks aus unserem extra Blogpost zur Gehaltserhöhung ausprobiert hast? Dann frage Deinen Chef doch einmal nach einem Firmenwagen, den Du auch privat nutzen kannst. Denn bei dieser Art von einem Gehaltsplus hat auch Dein Chef Vorteile, dazu weiter unten...

Durch einen Firmenwagen sparst Du bares Geld, einerseits für die Anschaffung eines eigenen Fahrzeuges – natürlich sofern Du eines benötigst. Andererseits besonders auch für laufende Kosten für Versicherung, Kfz-Steuer, Kraftstoff, Inspektionen, Reifen sowie Reparaturen die nicht zu Deinen Lasten fallen sondern von Deiner Firma übernommen werden. Das summiert sich zu durchaus hohen Beträgen, die Du dadurch einfach sparen kannst.

Für die Firma ist das Stellen eines Firmenwagens gegenüber einer Lohnerhöhung durchaus interessant, denn beispielsweise kann das Unternehmen die Fahrzeugkosten natürlich steuerlich geltend machen und spart dadurch Geld.

Auch bietet es für die Firma zusätzlich den Vorteil, dass Du bei beruflichen Fahrten keinen extra PKW als Leihwagen mehr brauchst, das spart Organisationsaufwand, Kosten und schafft viel Flexibilität. Ob Du einen eigenen Firmenwagen erhältst oder nicht, hängt also sicher nicht nur generell von der Firmenphilosophie ab, sondern auch von Deinem Aufgaben- und Einsatzbereich. Nebenbei motiviert ein derartiges Gehaltsextra Dich als Mitarbeiter zusätzlich und erhöht die Firmenbindung. Dies sind in der heutigen Zeit des Mitarbeitermangels durchaus wichtige Argumente für Deinen Arbeitgeber.

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Was will der Staat dafür?

Wie soll es auch anders sein, natürlich bittet das Finanzamt Dich als Nutzer eines Firmenwagens steuerlich zur Kasse. Dies ist allerdings für Dich deutlich günstiger, als die gesamten Kosten eines Autos selbst zu tragen, vorausgesetzt Du benötigt und nutzt auch ein Auto.

Für die steuerliche Berücksichtigung kommen zwei Methoden wahlweise in Frage. Entweder das Führen eines Fahrtenbuches, oder die pauschale Veranlagung über die sogenannte 1%-Regelung. Welche die für Dich bessere ist, hängt von der tatsächlichen Nutzung des Wagens ab. Vor allem wie viele Kilometer Du damit beruflich und privat fährst ist entscheidend für die Auswahl der Steuermethode. Mit ein paar Angaben kann ein Steuerberater den für Dich richtigen Weg einfach benennen.

Wer hat die besten Chancen auf einen Firmenwagen?

Quelle: statista

Die Infografik veranschaulicht die prozentuale Häufigkeit von Firmenwagen bei Arbeitnehmern. Eine Unterteilung nach Fachkräften und Führungskräften zeigt, dass Firmenwagen Führungskräften deutlich häufiger zur Verfügung gestellt werden als Fachkräften, aber das heißt ja nicht, dass Chefs von Fachkräften auf eine Nachfrage mit „Nein“ antworten!

Die Darstellung nach Branchen-/Berufszugehörigkeit gibt einen Überblick über die Wahrscheinlichkeit einen Firmenwagen in einer bestimmen Berufsrichtung zu erhalten. Dass hier Mitarbeiter des Vertriebes bzw. Verkaufes deutlich vor anderen Bereichen stehen, liegt sicher daran, dass diese Mitarbeiter typischerweise für Ihren Beruf ohnehin oft auf einen PKW angewiesen sind.

Die Durchschnittspreise der Fahrzeuge sind ebenfalls in der Infografik angegeben, allerdings gibt es hier sicher eine große Spanne. Denn der Begriff Führungskräfte umfasst viele Ebenen, die natürlich wortwörtlich in Fahrzeugen deutlich unterschiedlicher Preissegmente unterwegs sind.

Interessant finde ich, auch wenn es nicht aus der Infografik hervorgeht, dass annähernd ein Drittel der Firmenwagen von VW stammen. Danach folgen Audi mit 19 Prozent und BMW mit 13%.