Einkommen-Steuererklärung – Zum 01.01.2019 ist die Kohle weg!

Wer Silvester verpennt, schenkt dem Staat oft viel Geld

Weihnachten naht und der Jahreswechsel steht vor der Tür, da wird es höchste Zeit noch schnell die freiwillige Einkommensteuererklärung, für bestimmte Steuerjahre, an das Finanzamt zu senden. Die Uhr tickt und wer diesen Termin verpennt, verschenkt oftmals viel Geld! Laut Statistischem Bundesamt bekamen im Jahr 2013 von 13,2 Millionen Steuerpflichtigen die sich zur Einkommensteuer veranlagen ließen, 11,5 Millionen eine durchschnittliche Steuererstattung von 935€. Dabei erhielten 60% Rückerstattungen zwischen 100 und 1.000€. Immerhin 1% konnte sich sogar über Steuerrückzahlung von über 5.000€ freuen. Du siehst, es kann sich durchaus lohnen den kleinen Aufwand der Einkommen-Steuererklärung in Kauf zu nehmen.

Wie einfach es geht, findest Du in unserem Wiki: >>> Einkommensteuererklärung, die unterschätzte Geldquelle <<<

Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung

Dass die Zahlen aus dem Jahr 2013 stammen liegt daran, dass man zur Abgabe einer freiwilligen Einkommensteuererklärung vier Jahre nach Ablauf des betreffenden Steuerjahres rückwirkend Zeit hat. Erst danach liegen wieder neuere Zahlen vor. Silvester 2018 läuft also die Möglichkeit für die Abgabe der freiwilligen Einkommensteuererklärung des Jahres 2014 aus.

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Wen diese Frist nicht betrifft

Wer nach § 149 AO zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, muss diese bereits bis zum 31. Mai des auf den Veranlagungszeitraum folgenden Jahres abgegeben haben. Kannst Du den Abgabetermin mal nicht einhalten, solltest Du rechtzeitig, schriftlich und begründet eine Fristverlängerung bei Deinem zuständigen Finanzamt beantragen. Lässt Du Deine Steuererklärung von einem steuerlichen Berater erstellen, erhältst Du von Deinem Finanzamt automatisch eine Fristverlängerung bis zum 31. Dezember. Durch das Steuermodernisierungsgesetz wurden die Fristen ab dem Steuerjahr 2018 um zwei Monate verlängert. Übrigens unterliegen Landwirte auf Grund des abweichenden Wirtschaftsjahres geänderten Abgabefristen. Auch können die genannten Termine je nach Bundesland abweichen, frage daher falls es knapp wird, kurz bei Deinem zuständigen Finanzamt nach.

Wer lange wartet gewinnt

Fette Zinsen bekommen alle, die ihre freiwillige Einkommensteuererklärung erst spät vor Fristende abgeben, Details dazu liest Du in unserem Wiki. Doch dann sollte man natürlich die Frist nicht versäumen, sonst geht man nämlich leer aus.

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Die so gewonnenen Zinsen rechnet das Finanzamt allerdings zwangsläufig im Erstattungsjahr als Kapitalertrag an. Da wohl wenige rechtzeitig Angaben zu ihrem freien Sparer-Pauschbetrag bei ihrem Finanzamt machen, knöpfen die Finanzbeamten schnell nach §32d Abs.1 EStG die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% von den Zinsen ab. Wer hier Zinsen vom "Fiskus" bekam, sollte diese Angaben daher spätestens mit der Einkommenssteuererklärung des Folgejahres machen. Na ja, wie gewonnen so zerronnen sagt man... Wäre ja auch zu schön, wenn der Staat den Steuerzahlern mal was schenkt ;D Wie so oft achtet der deutsche Staat beim "kleinen Mann" auf jeden Euro und lässt sich lieber von "den großen" wie beispielsweise aktuell durch die Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte um über 31 Milliarden abzocken! Und das ist nur ein Beispiel...