Börsenpsychologie – Zug um Zug zum Erfolg

Der Fehler liegt meist zwischen den Ohren

Jeder Anleger macht früher oder später Fehler. Das ist schlicht menschlich und wird stark beeinflusst von der menschlichen Denkstruktur, der Psyche und vorgeprägten Verhaltensmustern, ist also völlig normal. Dabei lassen sich diese meist teuren Fehler leicht vermeiden, wenn man die Ursache für seine Fehler kennt und aktiv dagegen steuert. Diese Kenntnis floss ein in die Erfahrungen erfolgreicher Börsenhändler und prägte die folgenden Börsenweisheiten. Schenkt man diesen Beachtung, ist man auf dem besten Weg zum erfolgreichen Börsenhandel.

Die Psychologie des Börsenhandels

Das Anlageverhalten an der Börse und somit die Preisentwicklung sind stark von der Psychologie der handelnden Menschen beeinflusst und eben nicht nur von mathematischen Faktoren und Analysen. Daher stehen wir uns beim Handel oft selbst im Wege, neigen durch einen natürlichen Hang zur Selbstüberschätzung, aber auch durch eine angeborene Abneigung bei uns Fehler zu erkennen, zu falschen Entscheidungen. Viele meinen bereits nach ersten Börsenerfolgen, die meist eher von Glück geprägt sind, dass sie das System durchschaut haben und ein feines Gespür für das Marktgeschehen besitzen.

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So werden vom Erfolg verwöhnte Anleger immer mutiger und investieren mehr, gehen sorgloser an die Sache heran, da ja bislang in ihren Augen alles prächtig lief. Sie treffen gern mal aus dem Bauch heraus vorschnelle, nicht fundierte Entscheidungen, weil sie ja glauben zu wissen wo der Hase lang läuft. Doch Hasen schlagen irgendwann einen Haken mit dem keiner rechnet und das passiert auch an der Börse eines Tages, denn auch diese kennt nicht nur eine Richtung. Und genau das sind die Fehler aus denen wir für die Zukunft lernen müssen, um so unser Anlageverhalten zu verbessern.

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Börsenweisheiten und Tipps erfolgreicher Investoren

Hinweis: Wir geben hier ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung oder Kaufberatung und natürlich kann man an der Börse auch alles verlieren!

  • Börsenkurse und Nachrichten verfolgen, allgemeine Trends erkennen.
  • Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass ein Kurstrend anhält, als dass er endet. Das gilt für Aufwärts- und für Abwärtstrends.
  • Steigt die Börse stark an, muss man mit einem plötzlichen Platzen der Blase rechnen.
  • Versuche nicht „schlauer als der Markt“ zu sein und gegen einen stabilen Trend zu handeln. Hier gibt es den Spruch „The trend is your friend“, also handele mit dem Trend.
  • Investiere in Aktien deren Trendlinie sich im stabilen Aufwärtstrend befindet (möglichst durch Überstehen mehrerer kleiner Wendepunkte bestätigt).
  • Setze automatische Stop-Loss-Order zur Absicherung, denn jeder Trend endet irgendwann.
  • Aktien kaufen, die sich gerade auf Rekordniveau befinden hat schon viele Reich gemacht, tatsächlich auch wenn diese überbewertet scheinen, denn dann scheint der psychologische Effekt zu greifen: Jeder will die Aktie, also muss die gut sein…
  • Beachte die Börsenweisheit „Greife nie in ein fallendes Messer“, also widerstehe dem Gedanken „die Aktie ist jetzt günstig und steigt bestimmt bald wieder“. Den Tiefpunkt zu erwischen wäre mehr als Glück, hier sollte der stabile Aufwärtstrend abgewartet werden.
  • Viel zu oft werden Gewinner zu früh und Verlierer zu spät verkauft. Also Nerven behalten und „Gewinne laufen lassen“, diese durch Stop-Loss-Order sichern und nicht bei steigendem Markt verkaufen. An deutlich fallenden Aktien nicht emotional festhalten nach dem Motto „die steigt schon wieder“ sondern gefühlskalt, am besten durch vorab definierte Stop-Loss-Order z.B. beim Unterschreiten von chart-technischen Unterstützungslinien, direkt verkaufen.
  • Die Psyche macht es schwer, mit Verlust zu verkaufen, sonst müsste man sich ja einen Fehler eingestehen, aber dennoch lieber verkaufen bevor der Verlust noch größer wird.
  • "Hin und her macht die Taschen leer" sagt man seit Generationen an der Börse, denn Privat-Anleger machen bei zu häufigem Kaufen/Verkaufen durch meist hohe Gebühren ihre Rendite zunichte. Da darf man sich nicht mit Aktienhändlern bei den Investmentbanken verwechseln, denn die haben gegenüber Privatanlegern extrem geringe Transaktionskosten.
  • Strategie des "buy and hold", also kaufen und halten kann sich auszahlen, spart Nerven, Aufwand, Gebühren und verhindert viele Fehlentscheidungen, z.B. wurde der Börsenguru Warren Buffett damit Milliardär und legendär. Trotzdem muss der Markt beobachtet und auf Fehlentwicklungen reagiert werden.
  • Depotstruktur beachten und Aktien auf Sicherheit streuen (Diversifikation), die alte Börsenweisheit „Lege nicht alle Eier in einen Korb!“ veranschaulicht dies treffend. Aber auch nicht übertreiben, sonst kann man die Marktentwicklung nicht im Auge behalten. Für ein gut gestreutes Depot empfiehlt das Deutsche Aktieninstitut acht bis zehn verschiedene Aktien.
  • Möglichst einen Branchenmix im Depot anstreben.
  • Aktien international streuen schafft zusätzlich Sicherheit.
  • Namenhafte Aktien gelten als risikoärmer, als beispielsweise kleine IT-Startups aus „Timbuktu“.
  • Kombiniert man zur Absicherung Fonds mit Aktien, sollten diese nicht den gleichen Bereich abdecken.
  • Nicht das gesamte Kapital in Aktien investieren.
  • Nicht von der „Gier nach mehr“ verführen lassen und das letzte Hemd verspekulieren.
  • Nur Geld investieren, auf das man über Jahre verzichten kann.
  • Niemals geliehenes Geld investieren.

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So tickt man nun mal – Selektive Wahrnehmung

Last but not least ist es übrigens völlig normal, dass sich der Mensch lieber mit gut laufenden positiven Dingen beschäftigt, als mit schlecht laufenden negativen. Das führt schnell zu einem Verdrängungsmechanismus, so dass man lieber die gut performenden Aktien des Depots feiert und die schlecht laufenden geradezu ausblendet, sich nicht mehr um diese kümmert. Wer gesteht sich schon gern den Fehler einer schlechten Anlageentscheidung ein und fixiert den Kursverlust durch den Verkauf. Da wird lieber viel zu lange gehofft, dass der Kurs wieder steigt und das führt leider allzu oft zu noch höheren Verlusten. Dieses Problem umgeht man durch setzen (und regelmäßiges Nachziehen) eines Stop-Loss-Order gleich mit Kauf der Aktie.

Lessons learned, also das Reflektieren der Erfahrungen ist mit das Wichtigste beim Börsenhandel, Fehler machen gehört dazu und wer wirklich gut ist lernt aktiv aus diesen…

Viel Erfolg!