Bitcoin, Ethereum und Co. – Vom Zahlungsmittel zum Investment

Was sind Kryptowährungen und welche gibt es?

Man hört und liest in letzter Zeit zunehmend über die im Jahr 2009, mit dem sogenannten Bitcoin, eingeführten rein digitalen Währungen. Seit dieser Zeit wurden viele Alternativen zu dem „klassischen“ Bitcoin auf den Markt gebracht, die allerdings bislang nicht die Bedeutung des Bitcoins erreicht haben. Schaut man sich dazu die Aufstellung von Coinmarketcap.com an, gab es mit Stand November 2017 insgesamt 1318 sogenannte Kryptowährungen (Cryptocurrencies) mit einer aufsummierten Marktkapitalisierung von über 300 Mrd. USD. Bereits ein halbes Jahr später, im Mai 2018 finden sich dort bereits 1623 verschiedene Kryptos mit einer Marktkapitialisierung von 376 Mrd. USD. Das zeigt die wachsende Bedeutung dieser neuen digitalen Währungsart, die auch Digitalwährung genannt wird. Davon entfallen mit Stand Mai 2018 mehr als 141 Mrd. USD (Nov. 2017: 175 Mrd. USD) auf den Marktführer Bitcoin (Symbol: BTC), gefolgt von 68 Mrd. USD (Nov. 2017: 42 Mrd. USD) auf Ethereum (ETH). Die nachfolgenden Ranglistenplätze werden von Ripple (XRP), Bitcoin Cash (BCH), EOS (EOS), Litecoin (LTC), Cardano (ADA), Stellar (XLM), TRON (TRX) sowie IOTA (MIOTA) besetzt.

Wie funktioniert das System der rein digitalen Währungen?

Die Grundidee soll bereits auf das Jahr 1998 zurückgehen und von Wei Dai entwickelt worden sein. Namensgebend ist übrigens der Begriff Kryptographie, die Wissenschaft Informationen bzw. Daten durch Verschlüsselung zu schützen. Die Grundlage aller digitalen Währungen ist eine lückenlose und hochwertige Verschlüsselung des jeweiligen Währungssystems, inklusive aller Transaktionen. Die Systeme der meisten Kryptowährungen nutzen die sogenannte Blockchain Technologie, bei der jede Transaktion in einem verschlüsselten Datenblock an eine „öffentliche“ Blockchain angehangen wird. Diese ist ihrerseits natürlich ebenfalls kryptographisch geschützt und kann somit nicht nachträglich manipuliert werden. Die besonders hohe Sicherheit der Blockchain Technologie entsteht dadurch, dass dieser ein dezentraler Aufbau zu Grunde liegt. Das bedeutet, dass alle Transaktionsinformationen nicht auf einem beispielsweise Bankserver gespeichert werden, sondern auf Netzwerken von tausenden verschiedenen und räumlich verteilten Einzelservern, die alle Informationen untereinander austauschen. Dabei kann so ein Server prinzipiell auch ein Smartphone sein, in jedem Fall aber auch der eigene Computer zuhause. Es kann jeder am Netzwerk teilnehmen, der einen Internetzugang hat. Dadurch liegen die gesamten und identischen Währungsinformationen mit allen Transaktionsinformationen hochverschlüsselt auf vielen Servern und sind durch fortlaufenden Datenvergleich gegen Manipulationen wie z.B. Hackerangriffe und Betrugsversuche geschützt. All diese rein digitalen Währungen funktionieren ohne zwischengeschaltete klassische Banken, sind nicht von Zentralbanken oder Regierungen kontrolliert und die bargeldlosen Zahlungen werden sozusagen direkt von Person zu Person, also „Peer to Peer“ abgewickelt.

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Weshalb haben Währungen überhaupt einen Wert?

Um den Wert der rein digitalen Währung zu verstehen, muss man sich zuerst in Erinnerung rufen, welcher Wert eigentlich hinter einer klassischen, „harten“ Währung wie beispielsweise Dollar, Pfund oder Euro steht. Früher wurde von den währungsherausgebenden Institutionen der jeweiligen Staaten der summierte Geldwert einer Währung, sei es als Schein gedruckt, als Münze gepresst oder fiktiv auf Konten als Zahl verbucht, in Form „echter“ Werte, zumeist als Gold in riesigen Tresoren eingelagert. Dadurch war das Geld gewissermaßen nicht beliebig vermehrbar. Damit sollte dem eigentlich ja billigen Geldschein den man in Händen hält und der an sich recht wertlos ist, ein realer Wert verschafft werden. Diese Zeiten sind lange vorbei, geben die Länder doch heutzutage weit mehr Geld neu heraus, als echte Werte dahinter stehen. Das Geld wird quasi beliebig nachgedruckt, was den relativen Wert natürlich gleichzeitig verschlechtert. So bleibt dem Inhaber von klassischem Geld tatsächlich nichts anderes übrig, als an den Wert zu glauben. Und vor allem muss er überspitzt gesagt eigentlich hoffen, dass er beim Ausgeben des Scheines wieder jemanden findet, der dem billigen Papierlappen denselben Wert beimisst. ;D Die klassischen Geldsysteme unterliegen natürlich vielen Effekten. Von der fortwährenden Inflation, bis hin zu möglichen totalen Geldentwertungen die historisch leider auch schon öfter, durch z.B. Staatsüberschuldung, vorkamen. Merkliche Schwankungen der klassischen Währungswerte kann man besonders einfach im zeitlichen Verlauf der Umtauschkurse zwischen Handelswährungen wie z.B. US-Dollar, englischem Pfund und Euro beobachten.

Was macht den Wert von Kryptowährungen demgegenüber aus?

Bei den Kryptowährungen stehen keine Goldvorräte oder dergleichen dem Wert der Währung gegenüber. Das ist auch nicht wirklich notwendig, verlor dies ja wie oben beschrieben auch bei den klassischen Währungen schon deutlich an Bedeutung. Vielmehr setzen die meisten Kryptowährungen auf eine der Verschlüsselungstechnologie und dem Protokoll, welchem alle Teilnehmer des Netzwerkes folgen, geschuldeten echten Begrenzung der zur Verfügung stehenden Währungsmenge. Das zu Grunde liegende Generieren der Währung ist ein tatsächlich teurer Vorgang, da das Berechnen bzw. Finden eines Coins einen sehr hohen Computer-Rechenaufwand nach sich zieht. Das ist so gewollt und wird durch das einheitliche Protokoll im Netzwerk erzwungen und liegt unter anderem an den kryptographischen Grundlagen der Währung. Dies wird von sogenannten Bitcoin Minern ausgeführt, die dazu mehr oder weniger große Rechenzentren betreiben. Die machen vereinfacht ausgedrückt nichts anderes, als die notwendigen verschlüsselten Codes der Coins zu berechnen. Teuer wird dies nicht nur durch die notwendige Hardware, sondern vor allem auch durch den dafür laufend verbrauchten Strom. Der allein kostet manch größeren Bitcoin Miner immerhin mehrere Millionen Euro pro Monat.

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Das war mal anders. Anfangs konnte, und es geht theoretisch auch heute noch, jeder mit seinem eigenen PC diese Berechnungen durchführen. Allerdings ist die Rechenkapazität über die Zeit im beispielsweise Bitcoin-Netzwerk so stark angestiegen, dass es, wie durch das Protokoll im Netzwerk festgelegt, immer schwieriger geworden ist einen Bitcoin zu berechnen. Deswegen hat heutzutage jemand mit normaler Hardware, wie dem eigenen PC, keine Chance mehr gegen die riesigen Rechenzentren der professionellen Bitcoin Miner anzukommen. In diesen Rechenzentren arbeitet Hardware, die nur zum Berechnen der Codes für die Bitcoins entwickelt und gebaut wurde! Und das 24 Stunden am Tag. Da ist es kein Wunder, dass diese Bitcoin Miner, ja Unternehmen, horrende Stromrechnungen zu begleichen haben. Die Miner generell sind jedoch notwendig, um das System am Laufen zu halten. Ein dezentrales Netzwerk kann nur bestehen, wenn es Leute gibt, die an diesem Netzwerk partizipieren. So wie klassische Währungen, wie oben beschrieben, auch nur funktionieren, wenn die Nutzer an den Wert hinter dem „Geldschein“ glauben, so ist der Glaube an den Währungswert der digitalen Kryptowährungen eben auch entscheidend. Eine Währung ist nur etwas Wert, wenn Sie von vielen genutzt und vor allem auch anerkannt wird. Dazu lässt sich bei den Kryptowährungen festhalten, dass diese sich einer stark wachsenden Beliebtheit erfreuen. Es zeichnete sich seit 2017 geradezu ein Hype ab, der sich allerdings nach einigen Monaten deutlich normalisierte. Der Wert und die Anerkennung von Kryptowährungen steigt sicher auch dadurch, dass viele in der Bevölkerung den klassischen Währungen eben einfach nicht mehr so viel Vertrauen schenken wie dies früher der Fall war. Befürchtet wird - verstärkt durch politische Instabilität und vor allem wirtschaftliches Ungleichgewicht der einzelnen Teilnehmerländer - zunehmend ein Zusammenbruch der Europäischen Währungsgemeinschaft und damit des Euro. Bei der amerikanischen Währung, dem US Dollar, sprechen einige von einer steigenden Staatsverschuldung, sogar von einer Staatsüberschuldung und eines drohenden Staatsbankrottes, damit werden Spekulationen über einen Dollarzusammenbruch laut. Das britische Pfund, einst ebenfalls eine sehr starke Währung, leidet derzeit unter dem sogenannten Brexit und hat dadurch schon sehr stark an Wert einbüßen müssen. Alle klassischen Währungen sind staatlich gelenkt und kontrolliert. Dadurch werden diese von staatlichen Faktoren, wie beispielsweise wirtschaftlichen oder Innen-/Außenpolitischen Verhältnissen beeinflusst. Diesen Einflüssen unterliegen Kryptowährungen nicht. Dass Kryptowährungen eben keiner staatlichen Kontrolle unterliegen und dadurch nicht jede Überweisung, Buchung oder Bezahlung wie bei den klassischen Währungen für den Staat nachvollziehbar ist, wird von vielen – auch im legalen Bereich – als Vorteil geschätzt. Diese Anonymität gilt natürlich auch für Grenzüberschreitende Buchungen. Wobei man beachten sollte, dass es sich streng genommen nur um Pseudo-Anonymität handelt und es – wenn auch mit viel Aufwand – möglich ist, den Besitzer von beispielsweise Bitcoins über Umwege ausfindig zu machen.

Bitcoin und Co. werden zunehmend international anerkannt und eingesetzt.

Japan hat neben der Landeswährung Yen die neue Kryptowährung bereits als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Im riesigen China, bekannt und geächtet für Kontrollen und Regulierungen, die unter anderem auch den Kapitalverkehr betreffen, nutzen Anleger zunehmend die Währungsalternative Bitcoin. Auch in Ländern, die Wirtschaftlich sehr unstabil oder von Krisen betroffen sind, wie beispielsweise Venezuela, weichen viele mittlerweile auf den Bitcoin aus.

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Was sagen Staaten, Notenbanken, Regulierungsbehörden und Co. zu den Währungen?

Allen Staaten gemein ist, dass diese definitiv alles kontrollieren und regulieren wollen. Daher sind diese neuen Währungen den offiziellen Organen grundsätzlich erst einmal ein Dorn im Auge, da ein finanzpolitischer Kontrollverlust droht. Trotzdem werden neue Kryptowährungen, wie eben beschrieben, bereits von beispielsweise Japan offiziell anerkannt. Denn ob die internationalen Staatsvertreter wollen oder nicht, eine Kontrolle oder Regulierung der Kryptowährungen ist durch die beschriebene dezentrale Autonomie der digitalen Währungssysteme und die damit einhergehende Anonymität grundsätzlich nicht einfach zu realisieren und das ist auch gut so! In erster Linie entsteht hier aber auch eine zusätzliche Konkurrenz für die konservativen staatlichen Systeme, die die Staaten natürlich mit aller Macht vermeiden möchten. Daher werden die neuen Währungen von den staatlichen Vertretern nur zu gerne schlecht geredet, wer verliert schon gerne Macht? Genaue Analysen der Sachverhalte lassen deren Argumente allerdings schnell zu lächerlichem Angstgeschrei als Schutzhaltung verblassen. Oder wie erklärt man sich sonst, dass einige Finanz-Experten wie der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, in der Technologie der Kryptowährungen großes Zukunftspotential für neue Anwendungen sehen, oder die schwedische Notenbank sogar über eine eigene Kryptowährung nachdenkt? Zu deren Argumenten wie „hinter Kryptowährungen steht kein echter Wert“ oder „Spekulationsblasen mit drohendem Wertverlust“ kann sich nach unserem Artikel jeder eine eigene Meinung bilden. Denn hier haben wir bereits ausführlich beschrieben, dass auch bei den klassischen Währungen kein ausreichender Gegenwert mehr besteht oder gerade die klassischen Währungen mit Totalinflationen bereits des Öfteren gezeigt haben, wie unsicher eben diese sind. Sicher, was ist schon wirklich sicher auf dieser Welt? Klassisches Geld, Aktien, Fonds, Edelmetalle wie Gold, Silber und Co, Immobilien oder eben doch Kryptowährungen? Nichts ist wirklich sicher außer, dass alles einmal ein Ende hat.

Wie und wo werden Kryptowährungen gehandelt?

Das Internet bietet viele Handelsplattformen auf denen Kryptowährungen rund um die Uhr gehandelt werden können. Grundsätzlich muss man sich natürlich zu Beginn bei einem dieser Anbieter anmelden und bekommt ein sogenanntes Wallet. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt zum Empfangen, Versenden, Lagern sowie Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen. Bei der Auswahl des Anbieters der Handelsplattform sollte man darauf achten, welche Kryptowährungen bei diesem Anbieter gehandelt werden können, denn hier finden sich meist Spezialisierungen auf bestimmte Coins. Die Anbieter unterscheiden sich auch sehr stark in der Breite Ihres Angebotes hinsichtlich der technischen Möglichkeiten. So präsentiert sich beispielsweise Coinbase mit einem extrem einfachen und übersichtlichen, dadurch aber auch möglichkeitsbegrenzten Angebot, das eher auf Handelseinsteiger zugeschnitten ist. Deutlich komplexer und professioneller kann man auf Bitstamp.net handeln. Hier sind gegenüber z.B. Coinbase nicht nur mehr unterschiedliche Coins handelbar, sondern auch deutlich mehr Optionen und Analysemöglichkeiten vorhanden. Außerdem werden bei Bitstamp auch wesentlich geringere Gebühren verlangt. Besonderes Augenmerk bei der Anbieterauswahl sollte man auf die nachfolgend beschriebenen Gebühren legen.

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Welche Gebühren werden fällig?

Achte auf die Höhe der Gebühren für Transaktionen, denn diese sind vom Anbieter der Handelsplattform abhängig und werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Es wird für das Handeln eine grundlegende Transaktionsgebühr durch den Plattformbetreiber fällig. Diese Gebühren können u.a. von der gehandelten Kryptowährung abhängen, so sind beispielsweise die Gebühren für Ethereum meist günstiger, als für Bitcoin. Diese Transaktionsgebühren variieren Anbieterabhängig zwischen 0,1% und mindestens 2%. Auch die Art Ihrer Zahlungsweise beeinflusst die Gebühren. So kostet ein Kauf von Kryptowährungen per Kreditkarte schnell 2% mehr, als wenn man das Geld vorab von einem Bankkonto auf die Handelsplattform überwiesen hat. Möchte man Kryptowährungen als Investment nutzen sollte man bedenken, dass die Gebühren jeweils bei Kauf und Verkauf anfallen.

Kryptowährungen als Investment – Chance oder Risiko?

Die Kryptowährungen erfreuen sich deutlich zunehmender Beliebtheit bei Spekulanten und Investoren, da die Währungen ähnlich wie Aktien Wertschwankungen unterliegen. Im Jahr 2017 zeigte der Kursverlauf beispielsweise des Bitcoin extrem volatiles Verhalten, das heißt, dass dieser extremen Wertschwankungen unterlag. Auch die Jahre davor zeigten sich starke Schwankungen und insgesamt ein sehr guter Wertzuwachs. So stiegen die Preise z.B. für einen Bitcoin von 10,19€ am 03.01.2013 auf geradezu unglaubliche 9.526,84€ am 29.11.2017. Dies entspricht einem so hohen Kursgewinn, dass ein Investor der am 03.01.2013 für 1.100€ Bitcoins kaufte, am 29.11.2017 einen Wert von über einer Million Euro auf seinem Bitcoinkonto hatte. Wenn man das nur immer vorher wüsste… Natürlich gibt es für eine positive Wertentwicklung von Kryptowährungen absolut keine Garantie. Verlässliche Langzeiterfahrungen kann bei einer derart volatilen Wertentwicklung keiner haben, da die Kryptowährungen ja erst seit 2009 existieren. Wie sagt man so schön: Sicher ist, dass nichts sicher ist! Zuverlässige Marktindikatoren wie sie von professionellen Analysten beispielsweise bei Aktien gesehen werden, sowie vorhersehbare Zusammenhänge der Kursentwicklung mit wirtschaftlichen oder politischen Ereignissen, sind bezüglich der Kryptowährungen nicht nachgewiesen und Vorhersagen zur Kursentwicklung grenzen daher an das sogenannte Glaskugellesen! Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Investment in Kryptowährungen ein wahnsinniges Gewinnpotential birgt, allerdings bei ebenso hohem Risiko! In Kryptowährungen sollte daher nur Geld investiert werden, das man definitiv über hat und auf das man zumindest lange verzichten kann. Man könnte es sicher auch ein wenig scherzhaft als eine Art Glücksspiel bezeichnen. Nicht zuletzt sollte ein Investor die oben genannten Gebühren berücksichtigen. Regelmäßig tauchen auf dem Markt neue Kryptowährungen auf. Da diese anfangs sehr günstig erscheinen, wecken sie den Wunsch nach riesigen Wertsteigerungen. Doch besonders bei diesen muss man sich auch des extremen Risikos bis hin zum Totalverlust bewusst sein.

Mit Kryptowährung direkt Bezahlen?

Im Internet gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Kryptowährungen direkt online als Zahlungsmittel einzusetzen. Allerdings werden hier anbieterabhängig nur bestimmte Coins akzeptiert. Auch hier sollte man bedenken, dass ja zumindest für das Kaufen der Coins Gebühren angefallen sind, die man bei einfacher Zahlung in klassischer Währung nicht hat. Besonders in Großstädten wie Berlin gibt es tatsächlich bereits Geschäfte, wenn auch bislang wenige, die beispielsweise Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Aber das ist ja auch heutzutage „noch“ nicht wirklich der Sinn dieser Währungsart.

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Weitere Vorteile von Kryptowährungen – Ethereum

Wie fragt der bekannte Internet-Unternehmer und Investor Frank Thelen bei der VOX Gründershow „Höhle der Löwen“ immer so schön: Was ist Ihr USP? USP stammt aus dem englischen, heißt „unique selling proposition“ oder „unique selling point“, und bedeutet auf Deutsch „einzigartiges Leistungsmerkmal“ durch das sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt. Und genau ein solches USP gibt es beispielsweise bei der Kryptowährung Ethereum. Dadurch kann diese sich tatsächlich von den meisten anderen Kryptowährungen abheben und rechtfertigt zusätzlich Ihren Wert und schafft Argumente für eine gewisse Wertbeständigkeit in der Zukunft. Das besondere an Ethereum ist nämlich, dass der dezentrale Aufbau für den Betrieb von ebenso dezentral und damit fälschungssicher laufenden DAPPs (Decentralized Applications, zu deutsch: dezentralisierte Anwendung / Software) genutzt werden kann. Damit sind zukünftig neue Anwendungen wie Direktvermarktungs Plattformen für beispielsweise Stromerzeuger oder Plattformen für jedermann einseh- und prüfbare Transport-Protokolle für beispielsweise Fair-Trade Produkte realisierbar, die absolut Fälschungssicher und resistent gegen Hackerangriffe sind. Außerdem können und werden über Ethereum deutlich mehr und schnellere Transaktionen abgewickelt, als beispielsweise über den Marktführer Bitcoin. Das bietet deutliche Vorteile und steigert zusätzlich das Zukunftspotential.

Sollte man in Kryptowährung investieren?

Auf dem Markt wird eine Vielzahl unterschiedlicher Kryptowährungen angeboten. Entscheidend bei der Antwort auf die Frage sind Deine Ziele und die geplante Verwendung der Kryptowährung:

  • Soll diese zum Bezahlen verwendet werden?
  • Möchtest Du Werte / Geldbeträge transferieren (senden/empfangen)?
  • Geht es Dir um Anonymität?
  • Möchtest Du Werte abseits klassischer Währungen „sichern“ bzw. parken?
  • Strebst Du ein Investment an?
  • Darf das Investment Risiko oder sogar sehr hohes Risiko beinhalten?
  • Suchst Du extremes Wertsteigerungspotential?

Die Gewichtung Deiner Antworten für oder gegen den Kauf von Kryptos hängt von Deiner persönlichen Situation und Deiner Risikofreude ab. Denke jedoch immer daran, dass Du ebenso, wie Du möglicherweise schnell Gewinne erzielen kannst, sehr schnell viel bis alles verlieren kannst. Und da niemand vorhersagen kann, wie sich der Wert einer Kryptowährung entwickeln wird, wird Dir auch niemand ruhigen Gewissens den Handel empfehlen können. Auch wir sprechen Dir ausdrücklich keine Empfehlung aus, sondern geben dir lediglich eine Reihe an Informationen an die Hand, mit denen Du Deine Entscheidung fundierter treffen kannst, ob Du es ausprobieren möchtest – oder nicht. Mit diesem Wissen solltest Du eine bessere Idee davon bekommen haben, was Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sind und wie sie funktionieren. Wenn Dich das Thema tiefgreifender interessiert, dann hinterlasse doch einfach einen Kommentar unter diesem Post und wir können Dir entweder direkt Deine Frage beantworten oder wir schreiben dann einen ausführlicheren Blogpost über die technischen Hintergründe von Kryptowährungen – die Blockchain Technologie und ihre Abwandlungen. Falls Du in diesen Investmentbereich einsteigst, wünschen wir Dir dabei viel Spaß und Erfolg!