Airbnb – Finanzämter jagen illegale Vermieter

Airbnb und das große Geld

Ein paar Euro nebenbei, oder auch gern reichlich mehr, wer kann das nicht gebrauchen? Zu groß die Verlockung für viele, ihre Einnahmen zu optimieren und das leicht gewonnene Geld am Finanzamt vorbei in die Tasche zu stecken. Doch nicht nur das Finanzamt bleibt oft außen vor, sondern auch andere Behörden, Gesetze und Regelungen die eben das eigene Zuhause, das bei dem Online-Unterkunftsvermittler Airbnb im Mittelpunkt der Vermietung steht, vom gewerbsmäßigen Hotel- und Gastgewerbe unterscheidet. So schreibt Airbnb über sich und den Zweck der Vermietung: „[…] ihr Zuhause,[…] zu monetarisieren und dadurch Unternehmer im Gastgewerbe zu werden.“

Dass viele Vermieter nicht nur „ihr Zuhause“, sondern auch darüber hinaus Wohnungen gewerbsmäßig aber eben nicht offiziell als Unternehmer, dafür aber umso lukrativer vermieten, ist ja auch nicht wirklich das Problem von Airbnb.

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Und genau das ist nicht nur den professionellen Hoteliers und Gastgewerbetreibenden, die sich mit viel Aufwand an Auflagen (z.B. Brandschutz usw.) und Regelungen zu halten haben, sondern auch den Finanzämtern ein Dorn im Auge.

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Darüber hinaus verstärkt diese Art der Wohnungsnutzung die ohnehin vorhandene Wohnungsnot in Städten und die dadurch steigenden Preise. Dass es sich bei der Konkurrenz durch Airbnb nicht gerade um wenige Ausnahmen handelt, zeigt schon das Ausmaß der Reisen die Airbnb selbst wie folgt am Beispiel der Münchner angibt:

Was ist daran eigentlich illegal?

Beispielsweise begeht jeder eine Ordnungswidrigkeit, der in München private Wohnungen über mehr als acht Wochen im Jahr bei Airbnb vermietet und diese nicht offiziell anmeldet. Denn diese „Ferienwohnungen“ gelten dann auf Grund gewerblicher Nutzung, entgegen der Bebauungspläne und Baugenehmigungen, als zweckentfremdet. Das wurde nun bestätigt, denn die Stadt München hatte Airbnb angewiesen, die Namen und Adressen von Anbietern illegal genutzter Ferienwohnungen anzugeben. Dagegen hatte Airbnb natürlich erst einmal geklagt, jedoch bestätigte das Verwaltungsgericht München diese Woche, dass die Klage abgewiesen wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und wie zu erwarten prüft Airbnb nun weitere Schritte.

Airbnb muss Vermieterdaten dem Finanzamt melden

Airbnb muss also der Stadt München die Namen und Adressen von Anbietern illegal genutzter Ferienwohnungen melden. Ob Airbnb das noch Abwenden kann, bleibt abzuwarten.

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Fest steht allerdings, dass die Finanzämter an der Sache dran bleiben und sich auch bundesweit weitere Finanzämter an diesen Präzedenzfall hängen werden. Die Behörden Hamburgs haben beispielsweise auch schon die Witterung der Steuer- und Vermietungssünder aufgenommen. Aus heutiger Sicht geht es um rückwirkende Prüfung der Daten bis Januar 2017. Es wird also für alle, die eine Anmeldung „versäumt“ haben, höchste Eisenbahn dies nachzuholen.